Und weiter ging die Reise mit dem Bus. Von Puno, Peru, am Titicacasee, nach Copacabana, Bolivien, auch am Titicacasee. Und dort gab es erstmal einen kleinen Kulturschock. Copacabana, ein kleiner Ort am See, der einzige Strand des Landes. Und alle Bolivianer wollen dort Urlaub machen, so fühlte es sich zumindest an. Der Ort an sich ist gewöhnungsbedürftig, voll mit Touristen, Restaurants, Bars, Souvenirläden und Touranbietern. Die Restaurants sind schlecht und die Leute oft unfreundlich, kein Ort zum wohlfühlen.
Darum wollten wir auch gar nicht lange bleiben, nur einen vollen Tag, an dem wir einen Ausflug zur Isla de la Luna und zur Isla Del Sol im See gemacht haben.


Das war es auch schon am Titicacasee. Weiter ging es mit einer weiteren Busfahrt nach Uyuni. Eine Stadt mitten in der Wüste und für uns der Start zu einer Tour über 3 Tage und 2 Nächte durch die Salar de Uyuni und die bolivianische Hochebene der Anden, mit dem Endpunkt San Pedro de Atacama in Chile. Somit waren das auch die letzten Tage in Bolivien für uns. Die Städte La Paz und Sucre, die Hauptstadt, haben wir ausgelassen.
Uyuni selbst hat ebenfalls nicht viel zu bieten. Einige Restaurants, viele Straßenhunde, viele Autowracks, Müll und etliche Anbieter für Touren durch die Salar de Uyuni. Und damit haben wir uns auch den ganzen Tag beschäftigt, den richtigen Touranbieter für uns zu finden.
Am nächsten Tag ging es los, mit einem Jeep, einem Fahrer, einem Guide (der vor allem benutzt wurde, um Fotos zu machen) und 5 Touristen inkl. uns beiden.
die Tour begann erst einmal mit einem Besuch des Eisenbahnfriedhofs von Uyuni, mit etwa 100 Lokomotiven und Wagons wohl der größte der Welt. Uyuni war früher ein Knotenpunkt für den Güterverkehr, mit dem Mineralien und Edelmetalle, die in der Wüste abgebaut wurden, zum Pazifik transportiert wurden. Hier beginnt heute JEDE Tour durch die Salar De Uyuni, die von Uyuni aus startet, entsprechend voll war es dort.
Am Nachmittag kam dann schon eines der Highlights der ganzen Tour, eine Fahrt durch die Salar de Uyuni, den größten Salzsee der Welt. In der Trockenzeit findet man hier eine riesige, weiße Salzebene, aber in der Regenzeit ist das der größte Spiegel der Welt! Und Januar ist Regenzeit. Dann ist die Ebene von einer mehrere Zentimeter hohen Wasserschicht überzogen und der Himmel spiegelt sich am Boden. Unglaubliche Bilder, und eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse dieser Reise. Und natürlich kann man dort witzige Fotos machen!




Vor Einbruch der Dunkelheit mussten wir raus aus dem Salzsee, denn Straßen gibt es natürlich keine und in der Dunkelheit ist das Autofahren dort gefährlich. Am Abend erreichten wir dann unsere erste Unterkunft, ein Salzhotel am Rand der Salzebene, das komplett aus Salzblöcken gebaut war.
Am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr los, weiter durch die Hochebene der Anden, vorbei an Lamas, Lagunen mit Flamingos, Vulkanen und bizarren, aber auch wunderschönen Landschaften, fast bis auf 5000 Meter über dem Meeresspiegel. Auch wenn wir schon eine ganze Weile auf über 3500 Metern waren, so richtig haben wir uns nie an die Höhe und die dünne Luft gewöhnt. Jede kleinste Anstrengung verursachte immer noch Luftnot.

An diesem Tag haben wir viel Zeit im Auto verbracht, es hat geregnet und sogar geschneit, und es war kalt!
Am Ende des Tages sind wir in einer einfachen Unterkunft gelandet, 5min entfernt von heißen Quellen, in denen wir am Abend noch baden konnten. Herrlich war das!
Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh los, gegen 7 Uhr war Abfahrt. Die Tour führte uns zur Grenze nach Chile, wo unser Guide uns noch bei der Ausreise aus Bolivien behilflich war, dann sind wir umgestiegen in einen Bus, mit dem wir die Grenze nach Chile überquert haben.
Die Fahrt bis zur Grenze war noch einmal sehr schön mit Wüsten, Vulkanen, Lagunen und bizarren Felsen.


Von nun an ging es nur noch bergab. Wörtlich gemeint, und das war auch gut so! Unser erstes Ziel in Chile, San Pedro de Atacama, lag nur noch auf einer Höhe von 2400 Metern. Nach einer gefühlt endlos langen Zeit mit täglichen Anfällen von Luftnot schon bei geringster Anstrengung eine echte Erlösung! Endlich wieder Treppen steigen können, ohne auf jeder 3. Stufe Pause zu machen. Wie wir die Wanderung in Huaraz bis auf 4600 Meter über Meeresspiegel geschafft haben, war uns im Nachhinein ein Rätsel..






























