
Viele von euch haben es ja schon mitbekommen, wir sind wieder zu Hause in Köln angekommen und gewöhnen uns an den neuen alten Alltag. Aufgrund der aktuellen Situation etwas mussten wir die Reise etwas früher als geplant beenden, aber wir möchten euch den letzten Teil unserer Reise natürlich nicht vorenthalten, denn der war nochmal richtig schön.
Es begann mit einer ziemlich anstrengenden und ewig langen Reise von Brasilien nach Fidschi. Gestartet sind wir in Rio de Janeiro mit einem Flug nach Sao Paulo. Nach ein paar Stunden Schlaf (3 oder 4) in einem Flughafenhotel ging es am frühen morgen weiter mit dem nächsten Flug nach Lima und von dort weiter nach Los Angeles. Von dort ging es dann endlich nach Nadi / Fidschi, wo wir nach einer Anreise von insgesamt 48 Stunden am frühen morgen erschöpft, müde, mit Rückenschmerzen und dicken Beinen um 5:30 a.m. gelandet sind. Aber auch dort war die Reise noch nicht beendet, wir mussten ja noch weiter auf unsere Insel. Die lag nochmal eine 3 stündige Fahrt mit einer Fähre von Nadi entfernt. Dort angekommen waren die ganzen Strapazen der Reise schnell vergessen, denn diese Insel war ein absoluter Traum. Wir haben im Vorfeld lange recherchiert, um eine bezahlbare, aber auch schöne Unterkunft zu finden, mit der Möglichkeit zu schnorcheln und zu tauchen. Gar nicht so einfach, bei 150 Inseln.. Aber wir waren glücklich mit unserer Wahl, es war traumhaft.

Bei der Ankunft mit dem Boot wurden wir mit einem fidschianischen Lied und einem lauten „Bula“ begrüßt, was soviel wie „Hallo“ oder „Herzlich willkommen“ bedeutet, und auf Fidschi universell immer und überall verwendet wird.

Das Resort war klein und nur zur Hälfte ausgebucht, es gab insgesamt 3 Strände und man konnte direkt vom Strand aus in einem traumhaften Korallenriff schnorcheln gehen. Und das haben wir auch gemacht. Jeden Tag.



Tauchen konnte man natürlich auch. Fidschi wird auch als Weichkorallen-Hauptstadt der Welt bezeichnet, und wir wissen jetzt warum.
Aber erstmal mussten die Voraussetzungen geschaffen werden. Miri hat die Tage auf der Insel genutzt, um ihren Open Water Tauchschein zu machen, und am Ende standen noch 2 tolle Tauchgänge auf dem Stundenplan.

Zu den traumhaften Schnorchel- und Taucherlebnissen gab es dann zu allem Überfluss auch noch kitschig-schöne Sonnenuntergänge.


Witzig: Jeden Morgen um Punkt 8 Uhr (beim Frühstück) wurde mit Trommelwirbel und Tränen in den Augen die Flagge gehisst und die Nationalhymne Fidschis gespielt.

Nach 5 Tagen mussten wir dann auch schon Abschied nehmen von diesem Südseetraum. Fidschi hat uns super gut gefallen, wir kommen bestimmt noch einmal zurück!

Das nächste Ziel war zum Glück gar nicht so weit entfernt, das Königreich Tonga. Nur 1,5 Stunden Flug von Nadi entfernt.
Auch Tonga besteht aus 3 Inselgruppen mit vielen kleinen Inselchen. Wir hatten nur 3 Tage im Königreich und sind deshalb in der Hauptstadt Nuku’alofa auf der Hauptinsel Tongatapu geblieben. Unser Hotel, die Seaview Lodge, lag ganz in der Nähe des Königspalastes. Den König haben wir aber nicht getroffen.
Auf Tonga laufen die Uhren deutlich langsamer, als im Rest der Welt, und am Sonntag läuft gar nichts. Also wirklich gar nichts! Bis auf die Kirchen ist alles geschlossen, Restaurants sind zu, Geschäfte sowieso, nur Hotels dürfen den Betrieb weiter führen. Man kann kein Auto mieten, kein Fahrrad (eh schwierig), nix! Obwohl wir vorgewarnt wurden hat es uns doch überrascht, dass man am Sonntag so gar nichts machen kann. Über unser Hotel konnten wir noch einen Platz auf dem Boot nach Fafa Island ergattern, eine kleine, wirklich schöne Südsee-Insel. Auf der gab es aber auch nur ein Hotel-Resort, und nichts zu tun.. Aber schön wars!

Am Montag ging das Leben dann wieder normal weiter. Wir haben ein Auto gemietet und die Insel erkundet. Das war gar nicht so einfach, die Strassen waren schlecht und auch die vermeintlichen Highlights der Insel waren gar nicht so einfach zu finden, wenn man sie selbst suchen muss. Ein paar haben wir trotzdem gefunden.

Die Flughunde und die tauchenden Schweine („diving pigs“, Schweine, die bei Ebbe ins Wasser gehen und versuchen Fische zu fangen) haben wir leider nicht gefunden..
Nach 3 Tagen hatten wir von Tongatapu auch genug gesehen, für einen Besuch der anderen Inselgruppen hatten wir nicht genug Zeit eingeplant. Statt dessen ging es nun weiter nach Australien, was eine unserer längeren Etappen werden sollte. Der Flug ging über Fidschi nach Melbourne, und von dort nach einer kurzen Nacht im Airport-Hotel weiter nach Hobart, Tasmanien.

In Tasmanien hatten wir wieder mal ein Auto gemietet, mit dem wir die Insel erkunden konnten. Die Größe Tasmaniens hatten wir etwas unterschätzt, darum mussten wir in der einen Woche, die wir dort waren, ganz schön Gas geben, um von Hobart im Süden über die Ostküste in den Nordwesten und wieder zurück nach Hobart zu kommen. Die Natur ist wirklich schön, traumhafte Küsten und Strände, Berge und Wälder. Und witzige Tiere, die irgendwie alle einen Beutel haben.




Nach 1 Woche in Tasmanien ging es wieder zurück nach Melbourne. Man hätte auch locker doppelt so viel Zeit auf dieser schönen Insel verbringen können, aber so ist das halt beim Reisen, man merkt oft erst vor Ort, was einem wirklich gut gefällt und was nicht.
Danach standen erst einmal ein paar Tage in Melbourne auf dem Programm. Auch mal wieder schön ein bisschen Grossstadtleben um sich zu haben mit Shopping, Bars und Restaurants. Hier haben wir zum zweiten mal gemerkt, dass Corona langsam die Welt erobert. Der für das Wochenende geplante Formel-1 Grand Prix in Melbourne wurde einen Tag vor dem Start kurzfristig abgesagt.

Nach der Grossstadt ging es an die Küste. In Melbourne haben wir wieder einen Mietwagen übernommen, wahrscheinlich das älteste Auto in ganz Australien. Über 330.000 km hatte der Toyota schon auf dem Tacho, dafür war er günstig.
Zunächst waren wir 2 Tage auf der Great Ocean Road unterwegs, wo es tolle Küstenabschnitte und Aussichtspunkte zu sehen gab. Man merkte aber auch, dass kein Hochsommer mehr war. Zum einen positiv, weil nicht so viele Touristen unterwegs waren, aber es war auch deutlich kühler, als wir es erwartet hatten. Und unsere warmen Sachen hatten wir in einem Paket von Chile aus nach Hause geschickt, weil wir dachten, dass wir die nicht mehr brauchen würden. Vor allem nicht in Australien..



Nach der Great Ocean Road ging es weiter, noch einmal vorbei an Melbourne an der Süd- und Ostküste entlang. Auch hier gab es wieder tolle Strände, hübsche kleine Orte und süsse Tiere zu sehen.


Von der Küste machten wir einen kurzen Abstecher ins Landesinnere nach Canberra. Auf unserer Galapagos-Segeltour hatten wir zwei sehr nette Australier kennengelernt, die dort zusammen mit ihrer Enkeltochter gereist sind. Carol und Ian haben uns zu sich nach Canberra eingeladen, und dieser Einladung sind wir sehr gern gefolgt. Die beiden waren großartige Gastgeber, haben uns in ihrem Haus untergebracht, haben uns bekocht und uns die besten Ecken in Canberra gezeigt. Herzlichen Dank dafür, es war super bei euch und wir freuen uns auf euren Besuch in Köln!


Während wir an der Küste unterwegs waren verschärfte sich die Corona-Lage auf der ganzen Welt. Zwar war in Australien mit nur wenigen Infizierten Personen noch nicht viel davon zu spüren, aber die Nachrichten aus der ganzen Welt waren teilweise dramatisch. Als dann die Nachricht kam, dass die europäische Union die Grenzen schliesst und verschiedene Fluggesellschaften ihren Flugverkehr stark einschränken oder sogar komplett einstellen, war uns klar, dass wir besser nach Hause fliegen sollten, so lange es noch möglich ist. Zum Glück konnten wir noch relativ unproblematisch einen Rückflug mit Qatar Airlines über Doha buchen, und genug Zeit für ein paar Tage in Sydney blieb uns auch noch.
Also ging es nach 2 Tagen Canberra weiter nach Sydney. In den letzten Tagen veränderte sich die Situation auch in Australien dann sehr schnell, das merkten wir schon bei der Ankunft in Sydney. Die Innenstadt war relativ leer, keine Menschenmassen an der Oper oder im Hafen. Viele Restaurants waren schon geschlossen, die Hotels nur spärlich belegt. Komisches Gefühl in einer solchen Metropole.


Das war unser letzter Tag in Sydney und der letzte Tag der Reise überhaupt. Am nächsten Tag haben wir das Auto abgegeben und uns in den Flieger gesetzt.
Ein bisschen früher als geplant und ein bisschen überstürzt ging die Reise somit zu Ende. Eigentlich hatten wir noch vor, in Australien an der Ostküste entlang bis nach Cairns zu fahren, und zum Abschluss standen noch ein paar Tage Singapur und die Malediven auf dem Reiseplan. Das werden wir aber definitiv noch nachholen, irgendwann werden wir ja alle wieder reisen können. Am Ende sind wir glücklich darüber, wieder gut zu hause angekommen zu sein, dass wir eine tolle Reise zusammen hatten, viele gemeinsame Erlebnisse teilen können und dass wir uns immer noch gern haben! Was will man mehr.












































































