Geschafft, seit dem 25.05.2019 sind wir unterwegs! Auf dieser Seite möchten wir euch mit Bildern und kurzen Berichten von unserer Reise auf dem laufenden halten. Und natürlich neidisch machen 😉 Also schaut ab und zu mal vorbei, wenn Ihr Lust habt uns ein bisschen zu begleiten!
Viele von euch haben es ja schon mitbekommen, wir sind wieder zu Hause in Köln angekommen und gewöhnen uns an den neuen alten Alltag. Aufgrund der aktuellen Situation etwas mussten wir die Reise etwas früher als geplant beenden, aber wir möchten euch den letzten Teil unserer Reise natürlich nicht vorenthalten, denn der war nochmal richtig schön.
Es begann mit einer ziemlich anstrengenden und ewig langen Reise von Brasilien nach Fidschi. Gestartet sind wir in Rio de Janeiro mit einem Flug nach Sao Paulo. Nach ein paar Stunden Schlaf (3 oder 4) in einem Flughafenhotel ging es am frühen morgen weiter mit dem nächsten Flug nach Lima und von dort weiter nach Los Angeles. Von dort ging es dann endlich nach Nadi / Fidschi, wo wir nach einer Anreise von insgesamt 48 Stunden am frühen morgen erschöpft, müde, mit Rückenschmerzen und dicken Beinen um 5:30 a.m. gelandet sind. Aber auch dort war die Reise noch nicht beendet, wir mussten ja noch weiter auf unsere Insel. Die lag nochmal eine 3 stündige Fahrt mit einer Fähre von Nadi entfernt. Dort angekommen waren die ganzen Strapazen der Reise schnell vergessen, denn diese Insel war ein absoluter Traum. Wir haben im Vorfeld lange recherchiert, um eine bezahlbare, aber auch schöne Unterkunft zu finden, mit der Möglichkeit zu schnorcheln und zu tauchen. Gar nicht so einfach, bei 150 Inseln.. Aber wir waren glücklich mit unserer Wahl, es war traumhaft.
Begrüßung auf Fidschi
Bei der Ankunft mit dem Boot wurden wir mit einem fidschianischen Lied und einem lauten „Bula“ begrüßt, was soviel wie „Hallo“ oder „Herzlich willkommen“ bedeutet, und auf Fidschi universell immer und überall verwendet wird.
Unser Häuschen für ein paar Tage. Könnte schlimmer sein.
Das Resort war klein und nur zur Hälfte ausgebucht, es gab insgesamt 3 Strände und man konnte direkt vom Strand aus in einem traumhaften Korallenriff schnorcheln gehen. Und das haben wir auch gemacht. Jeden Tag.
Das hauseigene Korallenriff
Life is good 🙂
Tauchen konnte man natürlich auch. Fidschi wird auch als Weichkorallen-Hauptstadt der Welt bezeichnet, und wir wissen jetzt warum.
Aber erstmal mussten die Voraussetzungen geschaffen werden. Miri hat die Tage auf der Insel genutzt, um ihren Open Water Tauchschein zu machen, und am Ende standen noch 2 tolle Tauchgänge auf dem Stundenplan.
Zu den traumhaften Schnorchel- und Taucherlebnissen gab es dann zu allem Überfluss auch noch kitschig-schöne Sonnenuntergänge.
Sunset Beach
Witzig: Jeden Morgen um Punkt 8 Uhr (beim Frühstück) wurde mit Trommelwirbel und Tränen in den Augen die Flagge gehisst und die Nationalhymne Fidschis gespielt.
Morgendliche Zeremonie: Flagge hissen zur Nationalhymne
Nach 5 Tagen mussten wir dann auch schon Abschied nehmen von diesem Südseetraum. Fidschi hat uns super gut gefallen, wir kommen bestimmt noch einmal zurück!
Das nächste Ziel war zum Glück gar nicht so weit entfernt, das Königreich Tonga. Nur 1,5 Stunden Flug von Nadi entfernt.
Tschüss Fidschi, bis bald!
Bei der Ankunft auf Tonga hatten wir erstmals praktische Erfahrung mit dem Corona-Thema
Auch Tonga besteht aus 3 Inselgruppen mit vielen kleinen Inselchen. Wir hatten nur 3 Tage im Königreich und sind deshalb in der Hauptstadt Nuku’alofa auf der Hauptinsel Tongatapu geblieben. Unser Hotel, die Seaview Lodge, lag ganz in der Nähe des Königspalastes. Den König haben wir aber nicht getroffen.
Der Königspalast. Die Flagge auf dem Dach zeigt an, dass der König zu Hause ist.
Auf Tonga laufen die Uhren deutlich langsamer, als im Rest der Welt, und am Sonntag läuft gar nichts. Also wirklich gar nichts! Bis auf die Kirchen ist alles geschlossen, Restaurants sind zu, Geschäfte sowieso, nur Hotels dürfen den Betrieb weiter führen. Man kann kein Auto mieten, kein Fahrrad (eh schwierig), nix! Obwohl wir vorgewarnt wurden hat es uns doch überrascht, dass man am Sonntag so gar nichts machen kann. Über unser Hotel konnten wir noch einen Platz auf dem Boot nach Fafa Island ergattern, eine kleine, wirklich schöne Südsee-Insel. Auf der gab es aber auch nur ein Hotel-Resort, und nichts zu tun.. Aber schön wars!
Fafa Island
Am Montag ging das Leben dann wieder normal weiter. Wir haben ein Auto gemietet und die Insel erkundet. Das war gar nicht so einfach, die Strassen waren schlecht und auch die vermeintlichen Highlights der Insel waren gar nicht so einfach zu finden, wenn man sie selbst suchen muss. Ein paar haben wir trotzdem gefunden.
Die Küste Tongas mit den typischen Blowholes.
Tsunami Rock, eines der Highlights der Insel. Man vermutet, dass dieser Felsen von einem Tsunami an diesen Ort gebracht wurde.
Historische Königsgräber auf TongaModerne Gräber: mit Sand aufgeschüttet, Plastikblumen und Plakaten statt Grabsteinen
Die Flughunde und die tauchenden Schweine („diving pigs“, Schweine, die bei Ebbe ins Wasser gehen und versuchen Fische zu fangen) haben wir leider nicht gefunden..
Nach 3 Tagen hatten wir von Tongatapu auch genug gesehen, für einen Besuch der anderen Inselgruppen hatten wir nicht genug Zeit eingeplant. Statt dessen ging es nun weiter nach Australien, was eine unserer längeren Etappen werden sollte. Der Flug ging über Fidschi nach Melbourne, und von dort nach einer kurzen Nacht im Airport-Hotel weiter nach Hobart, Tasmanien.
Tonga Airport: das ist der normale Flugbetrieb, nicht der wegen Corona eingeschränkte 🙂Great Weather bei der Ankunft in Tasmanien
In Tasmanien hatten wir wieder mal ein Auto gemietet, mit dem wir die Insel erkunden konnten. Die Größe Tasmaniens hatten wir etwas unterschätzt, darum mussten wir in der einen Woche, die wir dort waren, ganz schön Gas geben, um von Hobart im Süden über die Ostküste in den Nordwesten und wieder zurück nach Hobart zu kommen. Die Natur ist wirklich schön, traumhafte Küsten und Strände, Berge und Wälder. Und witzige Tiere, die irgendwie alle einen Beutel haben.
Tasmaniens KüstePort Arthur, die erste Strafgefangenen-Kolonie für Männer mit einer sehr interessanten Geschichte.
Absolutes Highlight Australiens: die Tiere
Tasmanische Teufel, gibt es auch in Zoos nur innerhalb von Australien
Wombat und Echidna (Ameisenigel). Letzterer ist neben dem Schnabeltier das einzige eierlegende Säugetier. Und natürlich auch ein Beuteltier!Emus sind irgendwie unsympathische Tiere. Cradle Mountain National Park
Stanley, ein netter kleiner Fischerort im Nordwesten von Tasmanien
Nach 1 Woche in Tasmanien ging es wieder zurück nach Melbourne. Man hätte auch locker doppelt so viel Zeit auf dieser schönen Insel verbringen können, aber so ist das halt beim Reisen, man merkt oft erst vor Ort, was einem wirklich gut gefällt und was nicht.
Danach standen erst einmal ein paar Tage in Melbourne auf dem Programm. Auch mal wieder schön ein bisschen Grossstadtleben um sich zu haben mit Shopping, Bars und Restaurants. Hier haben wir zum zweiten mal gemerkt, dass Corona langsam die Welt erobert. Der für das Wochenende geplante Formel-1 Grand Prix in Melbourne wurde einen Tag vor dem Start kurzfristig abgesagt.
Tim hatte auch kurz Kontakt mit Corona, ist aber nichts schlimmes passiert
Hot in Melbourne. Wenigstens der Nacken ist vor der Sonne geschützt.
Nach der Grossstadt ging es an die Küste. In Melbourne haben wir wieder einen Mietwagen übernommen, wahrscheinlich das älteste Auto in ganz Australien. Über 330.000 km hatte der Toyota schon auf dem Tacho, dafür war er günstig.
Zunächst waren wir 2 Tage auf der Great Ocean Road unterwegs, wo es tolle Küstenabschnitte und Aussichtspunkte zu sehen gab. Man merkte aber auch, dass kein Hochsommer mehr war. Zum einen positiv, weil nicht so viele Touristen unterwegs waren, aber es war auch deutlich kühler, als wir es erwartet hatten. Und unsere warmen Sachen hatten wir in einem Paket von Chile aus nach Hause geschickt, weil wir dachten, dass wir die nicht mehr brauchen würden. Vor allem nicht in Australien..
Nach der Great Ocean Road ging es weiter, noch einmal vorbei an Melbourne an der Süd- und Ostküste entlang. Auch hier gab es wieder tolle Strände, hübsche kleine Orte und süsse Tiere zu sehen.
Die ersten Koala-Sichtungen bei Kennet River
Ein endlos langer Strand: 90 Mile Beach
Diese Tierchen wurden zu hunderten an einem Strand angespült: Portugiesische Galeeren, oder Blue Bottles. Sie sind nicht ein einzelnes Lebewesen, sondern bestehen aus zahlreichen Polypen, die sich zu einem Organismus zusammenschließen und allein gar nicht mehr überlebensfähig wären. Oben befindet sich eine luftgefüllte Blase, dadurch schwimmen die Galeeren an der Wasseroberfläche. An ihren bis zu 30 Meter langen Tentakeln wird ein Gift produziert, das für Menschen nicht giftig, aber wohl sehr schmerzhaft ist und zu schweren allergischen Reaktionen führen kann.
Spuren der stattgehabt Waldbrände: die verkohlten Bäume bilden überall neue Blätter aus, um zu überleben.
Von der Küste machten wir einen kurzen Abstecher ins Landesinnere nach Canberra. Auf unserer Galapagos-Segeltour hatten wir zwei sehr nette Australier kennengelernt, die dort zusammen mit ihrer Enkeltochter gereist sind. Carol und Ian haben uns zu sich nach Canberra eingeladen, und dieser Einladung sind wir sehr gern gefolgt. Die beiden waren großartige Gastgeber, haben uns in ihrem Haus untergebracht, haben uns bekocht und uns die besten Ecken in Canberra gezeigt. Herzlichen Dank dafür, es war super bei euch und wir freuen uns auf euren Besuch in Köln!
National Gallery of Australia
Unsere tollen Gastgeber Carol und Ian
Australian Parliament. Känguru und Emu als Wappentier: beide können nicht rückwärts laufen.
Noch mehr „Roos“Leeeeecker!!!
Während wir an der Küste unterwegs waren verschärfte sich die Corona-Lage auf der ganzen Welt. Zwar war in Australien mit nur wenigen Infizierten Personen noch nicht viel davon zu spüren, aber die Nachrichten aus der ganzen Welt waren teilweise dramatisch. Als dann die Nachricht kam, dass die europäische Union die Grenzen schliesst und verschiedene Fluggesellschaften ihren Flugverkehr stark einschränken oder sogar komplett einstellen, war uns klar, dass wir besser nach Hause fliegen sollten, so lange es noch möglich ist. Zum Glück konnten wir noch relativ unproblematisch einen Rückflug mit Qatar Airlines über Doha buchen, und genug Zeit für ein paar Tage in Sydney blieb uns auch noch.
Also ging es nach 2 Tagen Canberra weiter nach Sydney. In den letzten Tagen veränderte sich die Situation auch in Australien dann sehr schnell, das merkten wir schon bei der Ankunft in Sydney. Die Innenstadt war relativ leer, keine Menschenmassen an der Oper oder im Hafen. Viele Restaurants waren schon geschlossen, die Hotels nur spärlich belegt. Komisches Gefühl in einer solchen Metropole.
Blick aus unserem Hotel: leere Strassen in Sydney
Ein paar Menschen waren doch unterwegs
Ausflug nach Manly Beach. Dort waren nur größere Menschenansammlungen verboten, ein Abstand von 1,5m zu anderen Personen wurde gefordert . Austern gab es aber noch zu kaufen 🙂
Einen Tag später am Bondi Beach: da die Leute sich nicht ans Social distancing gehalten haben wurden kurzerhand alle Strände abgesperrt und geschlossen
Spazieren gehen durfte man noch. Die Küste zwischen Bondi Beach und Tamarama Beach ist traumhaft.
Das war unser letzter Tag in Sydney und der letzte Tag der Reise überhaupt. Am nächsten Tag haben wir das Auto abgegeben und uns in den Flieger gesetzt.
Alles hat ein Ende..
Ein bisschen früher als geplant und ein bisschen überstürzt ging die Reise somit zu Ende. Eigentlich hatten wir noch vor, in Australien an der Ostküste entlang bis nach Cairns zu fahren, und zum Abschluss standen noch ein paar Tage Singapur und die Malediven auf dem Reiseplan. Das werden wir aber definitiv noch nachholen, irgendwann werden wir ja alle wieder reisen können. Am Ende sind wir glücklich darüber, wieder gut zu hause angekommen zu sein, dass wir eine tolle Reise zusammen hatten, viele gemeinsame Erlebnisse teilen können und dass wir uns immer noch gern haben! Was will man mehr.
Brasilien! Endlos lange Strände, Sonne, Palmen und Caipirinhas! Das wollten wir, und das haben wir bekommen. Von Foz do Iguazu ging es mit dem Flugzeug in den brasilianischen Norden, nach Recife. Im Nachbarort Olinda, mit einer schönen kolonialen Altstadt, haben wir uns erst einmal für 2 Nächte einquartiert. Recife und Olinda sind außerdem Karnevalshochburgen im brasilianischen Nordosten. Leider waren wir ein paar Tage zu früh, um einen Karnevalsumzug mitzubekommen.
Tschüss Iguazu, hello Olinda
Olinda ist dafür bekannt, dass bei den Paraden riesige Puppen (die sog. Bonecos Gigantes) durch die Stadt getragen werden. Die Puppen stellen Menschen aus Olinda dar, jeder kann sich selbst eine bauen und auf dem Zug mitlaufen. Ein paar dieser Figuren kann man vor und nach Karneval in einem Museum bestaunen.
Die Gigantes
Da wir ja leider etwas zu früh dort waren konnten wir den Karneval nicht mitfeiern. Dafür gab es jeden Abend Musikgruppen, die auf der Straße geübt haben. Auch das war schon super! Aber natürlich nicht zu vergleichen mit dem eigentlichen Fest. Dafür müssen wir halt nochmal wiederkommen. Der einzige Ort der Welt neben Köln, an dem man zu Karneval sein kann!
Genug Pitu für Karneval?! Zur Not tuts auch eine Kokusnuss
Der ursprüngliche Plan war, in Brasilien ein paar entspannte Tage am Strand zu verbringen. Dafür haben wir uns ein Auto gemietet und sind entlang der Küste Richtung Süden gefahren, nach Maragogi. Dort machen vor allem Brasilianer Strandurlaub, andere Touristen sieht man dort kaum. Der Ort an sich ist nicht sehr schön, aber es gibt endlos lange Strände, die sich die ganze Küste entlang ziehen.
Lange und breite Strände, soweit das Auge reicht
Typisch: die Brasilianer sitzen am Strand auf Plastikstücken unter Sonnenschirmen und essen und trinken den ganzen Tag Auch in Maragogi gab es Caipirinha 🙂
Nach 3 Tagen Strand ging es wieder zurück mit dem Auto nach Recife und dort direkt ins Flugzeug nach Rio de Janeiro. Am späten Abend dort angekommen haben wir erstmal unser Apartment in Ipanema bezogen und uns am nächsten Tag in die Stadt gestürzt.
Rio ist schon eine tolle Stadt, mit den beiden riesigen und schönen Stränden Ipanema und Copacabana. Unser Apartment lag ca. 5 min zu Fuß vom Strand von Ipanema entfernt, auch die Copacabana und das Nachbarviertel Leblon konnte man zu Fuß erreichen. Alles andere gut mit Bus und Metro.
Ipanema beach
Frühstück mit Brötchen, Wurst und Käse! Endlich mal wieder
Was muss man in Rio noch machen?! Klar, auf den Zuckerhut! Und rauf zum Cristo! Haben wir natürlich alles gemacht. Außerdem waren wir im Zentrum und haben in Lapa Caipirinhas getrunken 😉
Rauf auf den Zuckerhut! Von oben hat man einen traumhaften Ausblick über die Stadt
Rios Kathedrale hat eine ungewöhnliche Form: außen wie eine Pyramide, innen mit einer runden Grundfläche.
Außergewöhnliche Architektur: das Museum of tomorrow Oh je, wenn jeder Mensch so leben würde wie wir bräuchten wir die Ressourcen von 8 Erden.. Hauptgrund: Auto fahren und Flüge!
Cocktails und Street Art in Lapa
Fehlt noch der Cristo, den haben wir natürlich auch besucht!
700 Meter über der Stadt!
Rio hat richtig Spaß gemacht, eine lebenswerte und liebenswerte Stadt. Wir kommen wieder!
Vom Karneval in Rio haben wir übrigens auch nichts mitbekommen, weil wir unseren Flug Richtung Südsee so gebucht haben, dass wir genau einen Tag bevor es losgeht abreisen. Super Planung 😄 Noch ein Grund mehr nochmal zurück zu kommen.
Man lernt ja nie aus: in Brasilien gibt es auch im Supermarkt Cashew-Äpfel zu kaufen. Am Ende dieser Frucht befindet sich die Cashew Nuss, die dort in mühevoller Handarbeit entfernt, aus der Schale geholt, gehäutet und geröstet werden muss. Aber auch die Frucht schmeckt lecker, extrem saftig und intensiv.
Cashew-Äpfel mit Nuss
Das war Brasilien, unser letztes Reiseziel in Südamerika, wo wir insgesamt mehr als 3 Monate verbracht haben. Next stop: Fidschi! Aber erstmal eine ewig lange Anreise bis dort hin, insgesamt 4 Flüge über São Paulo, Lima und Los Angeles bis nach Nadi. Eins schonmal vorweg: der lange Weg hat sich gelohnt! Der Bericht folgt.
In diesen beiden Ländern haben wir nur relativ wenig Zeit verbracht, zusammen insgesamt nur 19 Tage, und uns auf ein paar Highlights beschränkt. Nach der Tour durch Bolivien sind wir in erst einmal in San Pedro de Atacama gelandet, einem Städtchen mitten in der Atacama Wüste. Der Unterschied zwischen Bolivien und Chile ist riesig, man fühlte sich auch in diesem kleinen Ort vielmehr wieder in der Zivilisation angekommen. Von San Pedro aus kann man gut Ausflüge in die Atacama-Wüste machen, z.B. zu Lagunen mitten in einer Salzebene.
In einigen der Lagunen darf man auch baden. Bzw sich auf das Wasser legen. Ertrinken kann man da wirklich nicht.
Nach 2 Tagen in San Pedro ging es weiter nach Santiago de Chile. Dort haben wir zunächst nur einen Tag verbracht und eine neue Kamera gekauft. Endlich wieder richtige Fotos machen!
Dann ging es schon weiter zu einem weiteren Highlight unserer Reise, der Osterinsel (Isla de Pascua oder Rapa Nui). Aus Vulkanen entstanden, einsam im Pazifik gelegen, ca. 3500km vom chilenischen Festland entfernt, geographisch Polynesien, politisch zu Chile gehörend. Bekannt ist die Insel für die riesigen Steinfiguren (Moai), deren Herstellung, Transport und Bedeutung bis heute nicht vollständig geklärt ist.
An den 3 Tagen dort hatten wir einen Mietwagen, um die Insel zu erkunden. Und die 3 Tage haben wir auch gebraucht, obwohl die Insel nicht sehr groß ist. Es gibt viel zu sehen und zu erfahren, und wir haben in der kurzen Zeit bei weitem noch nicht alles gesehen.
Hanga Roa, der größte Ort auf der Insel
An den Hängen des Rano Raraku, dem Krater, an dem alle Moai hergestellt wurden, finden sich noch hunderte dieser Figuren in allen möglichen Fertigungszuständen
Der Krater des Rano Kau
Mini-Ananas gibt es an jeder Ecke Sonnenaufgang bei Tongariki
Schöne Tage auf der Insel, der Weg hat sich gelohnt.
Der letzte Pisco Sour auf der Osterinsel
Zurück ging es nach Santiago, wo wir im Anschluss noch 2 Tage verbracht haben. Die Stadt hat ziemlich gelitten unter den Protesten der letzten Monate, die auch immer noch anhalten. Die Häuser in der Innenstadt sind von oben bis unten mit regimekritischen und vor allem anti-Polizei und anti-Militär Graffitis beschmiert und die Geschäfte sind im Erdgeschoss größtenteils verbarrikadiert. An beiden Abenden, die wir dort im Zentrum verbracht haben, konnten wir beobachten, wie sich die Menschen mit Gasmasken und Steinschleudern bewaffnet an der Plaza Italia versammeln, wie Müll und Autoreifen auf den Straßen angezündet wurden, der Asphalt und die Bordsteine waren teilweise aufgerissen, um sie als Wurfgeschosse gegen die Polizei zu verwenden. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor, letzteres bekamen auch wir am Abend auch in sicherer Entfernung zu spüren.
Also lieber weiter. Auch wenn man dort keine Angst haben musste, so ganz unbeschwert konnte man sich doch nicht bewegen.
Der nächste Stopp hieß Viña Del Mar und war nur 2 Stunden mit dem Bus von Santiago aus entfernt. Von dort aus konnten wir einen Ausflug in das benachbarte Valparaíso machen. Außerdem haben wir noch Kathrin, eine alte Schulfreundin von Tim besucht, die schon lange in Chile lebt, und mit ihrer Familie eine Pizzeria in der Nähe von Viña Del Mar betreibt. Im El Tempo in Quintay haben wir die beste Pizza seit langem gegessen!
Viña Del Mar
Pizzeria El Templo, lecker lecker!!!
Nach 3 Tagen in diesem typisch chilenischen Urlaubsort am Meer hatten wir genug und der Rückenwind hat uns weitergeblasen nach Mendoza, Argentinien. Das Herz des argentinischen Weinbaus! Und ein Paradies für jeden, der Steaks mag! Sowohl Wein als auch Steaks sind unfassbar günstig in Argentinien, da kann man es gut aushalten. In Mendoza haben wir natürlich eine Weintour gemacht und 2 (von gefühlt 100) Winery’s dort besucht. Beide hatten wirklich gute Weine, und die Führung war auch sehr interessant. Am Abend (also an allen Abenden dort) haben wir uns dann der Fleischeslust hingegeben und großartige Steaks verzehrt! Selbst wenn Argentinien nicht mehr zu bieten hätte (und das hat es!), schon Wein und Steaks allein wären Grund genug dorthin zu reisen.
Steaks
Wein
Noch mehr Steaks
Nach 3 Tagen mussten wir leider weiter. Das nächste echte Highlight der Reise wartete auf uns, die Iguazu Wasserfälle! Hin ging es nun nicht mehr mit dem Bus (die Fahrt nach Mendoza war unsere letzte Busfahrt!!), sondern mit dem Flugzeug.
Die Wasserfälle liegen teilweise in Argentinien, teilweise in Brasilien. Zunächst haben wir eine Nacht in einem Hotel auf der argentinischen Seite verbracht. Und das Hotel war der Hammer! Von der Bar, unserem Balkon und dem Swimmingpool aus hatte man einen tollen Blick auf die Wasserfälle. Und am nächsten Tag konnten wir direkt von dort aus starten und zu den Wasserfällen laufen.
Der Ausblick von unserem Balkon.. Wahnsinn!Pool with a view
Ganze Herden von Nasenbären versuchen bei den Touristen essen zu ergatternManchen hängen auch einfach nur rum..
Nach der Wanderung konnten wir den Rest des Nachmittags noch in unserem Hotel verbringen, bevor es am Abend weiterging.
Abschieds-Drink
Nach einem Nachmittag am Pool ging es mit einem Taxi weiter auf die brasilianische Seite. Die Grenze zu überqueren war problemlos und ging schnell, theoretisch kann man auch beide Seiten an einem Tag sehen und immer hin und her fahren. Wir hatten uns für eine Nacht auf der brasilianischen Seite ein Hotel gebucht, um die Wasserfälle dort am nächsten morgen zu besuchen. Dort war es deutlich voller, da es nur einen einzigen Weg für alle Besucher gibt, auf der argentinischen Seite verteilen sich die Menschen auf mehrere Wege und Aussichtspunkte.
Von Brasilien aus hat man einen schönen Überblick und ein tolles Panorama, die argentinische Seite ist aber eindrucksvoller, weil man näher an die Wasserfälle heran kann und direkt neben den herabstürzenden Wassermassen steht.
Nach dem Besuch der brasilianischen Seite der Wasserfälle ging es wieder einmal zum Flughafen. Da wir nun gerade in Brasilien waren sind wir auch erstmal dort geblieben. Soll ja ganz schon sein, dieses Brasilien 🙂
Und weiter ging die Reise mit dem Bus. Von Puno, Peru, am Titicacasee, nach Copacabana, Bolivien, auch am Titicacasee. Und dort gab es erstmal einen kleinen Kulturschock. Copacabana, ein kleiner Ort am See, der einzige Strand des Landes. Und alle Bolivianer wollen dort Urlaub machen, so fühlte es sich zumindest an. Der Ort an sich ist gewöhnungsbedürftig, voll mit Touristen, Restaurants, Bars, Souvenirläden und Touranbietern. Die Restaurants sind schlecht und die Leute oft unfreundlich, kein Ort zum wohlfühlen. Darum wollten wir auch gar nicht lange bleiben, nur einen vollen Tag, an dem wir einen Ausflug zur Isla de la Luna und zur Isla Del Sol im See gemacht haben.
Copacabana am Titicacasee
Isla de la Luna
Für solche Fotos wird man in der Regel von den Einheimischen zur Kasse gebeten! Das hier ist heimlich entstanden. Isla Del Sol
Das war es auch schon am Titicacasee. Weiter ging es mit einer weiteren Busfahrt nach Uyuni. Eine Stadt mitten in der Wüste und für uns der Start zu einer Tour über 3 Tage und 2 Nächte durch die Salar de Uyuni und die bolivianische Hochebene der Anden, mit dem Endpunkt San Pedro de Atacama in Chile. Somit waren das auch die letzten Tage in Bolivien für uns. Die Städte La Paz und Sucre, die Hauptstadt, haben wir ausgelassen.
Uyuni selbst hat ebenfalls nicht viel zu bieten. Einige Restaurants, viele Straßenhunde, viele Autowracks, Müll und etliche Anbieter für Touren durch die Salar de Uyuni. Und damit haben wir uns auch den ganzen Tag beschäftigt, den richtigen Touranbieter für uns zu finden.
Uyuni
Am nächsten Tag ging es los, mit einem Jeep, einem Fahrer, einem Guide (der vor allem benutzt wurde, um Fotos zu machen) und 5 Touristen inkl. uns beiden. die Tour begann erst einmal mit einem Besuch des Eisenbahnfriedhofs von Uyuni, mit etwa 100 Lokomotiven und Wagons wohl der größte der Welt. Uyuni war früher ein Knotenpunkt für den Güterverkehr, mit dem Mineralien und Edelmetalle, die in der Wüste abgebaut wurden, zum Pazifik transportiert wurden. Hier beginnt heute JEDE Tour durch die Salar De Uyuni, die von Uyuni aus startet, entsprechend voll war es dort.
Der Zugfriedhof
Am Nachmittag kam dann schon eines der Highlights der ganzen Tour, eine Fahrt durch die Salar de Uyuni, den größten Salzsee der Welt. In der Trockenzeit findet man hier eine riesige, weiße Salzebene, aber in der Regenzeit ist das der größte Spiegel der Welt! Und Januar ist Regenzeit. Dann ist die Ebene von einer mehrere Zentimeter hohen Wasserschicht überzogen und der Himmel spiegelt sich am Boden. Unglaubliche Bilder, und eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse dieser Reise. Und natürlich kann man dort witzige Fotos machen!
Vor Einbruch der Dunkelheit mussten wir raus aus dem Salzsee, denn Straßen gibt es natürlich keine und in der Dunkelheit ist das Autofahren dort gefährlich. Am Abend erreichten wir dann unsere erste Unterkunft, ein Salzhotel am Rand der Salzebene, das komplett aus Salzblöcken gebaut war. Am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr los, weiter durch die Hochebene der Anden, vorbei an Lamas, Lagunen mit Flamingos, Vulkanen und bizarren, aber auch wunderschönen Landschaften, fast bis auf 5000 Meter über dem Meeresspiegel. Auch wenn wir schon eine ganze Weile auf über 3500 Metern waren, so richtig haben wir uns nie an die Höhe und die dünne Luft gewöhnt. Jede kleinste Anstrengung verursachte immer noch Luftnot.
Flamingos auf einer Höhe von fast 5000 Metern. Wer hätte das gedacht!
An diesem Tag haben wir viel Zeit im Auto verbracht, es hat geregnet und sogar geschneit, und es war kalt! Am Ende des Tages sind wir in einer einfachen Unterkunft gelandet, 5min entfernt von heißen Quellen, in denen wir am Abend noch baden konnten. Herrlich war das!
Am nächsten Morgen hieß es dann wieder früh los, gegen 7 Uhr war Abfahrt. Die Tour führte uns zur Grenze nach Chile, wo unser Guide uns noch bei der Ausreise aus Bolivien behilflich war, dann sind wir umgestiegen in einen Bus, mit dem wir die Grenze nach Chile überquert haben. Die Fahrt bis zur Grenze war noch einmal sehr schön mit Wüsten, Vulkanen, Lagunen und bizarren Felsen.
Laguna verdeDie Grenze zwischen Bolivien und Chile
Von nun an ging es nur noch bergab. Wörtlich gemeint, und das war auch gut so! Unser erstes Ziel in Chile, San Pedro de Atacama, lag nur noch auf einer Höhe von 2400 Metern. Nach einer gefühlt endlos langen Zeit mit täglichen Anfällen von Luftnot schon bei geringster Anstrengung eine echte Erlösung! Endlich wieder Treppen steigen können, ohne auf jeder 3. Stufe Pause zu machen. Wie wir die Wanderung in Huaraz bis auf 4600 Meter über Meeresspiegel geschafft haben, war uns im Nachhinein ein Rätsel..
Am 25.12. haben wir also Ecuador verlassen und uns in Cuenca in den Nachtbus nach Peru gesetzt. Nachts haben wir die Grenze überquert, was recht unproblematisch ging. Am nächsten Morgen erreichten wir Chiclayo im Norden Perus, was für uns nur eine kurze Zwischenstation sein sollte. Von dort wollten wir direkt weiter nach Chachapoyas in den Anden, um die Ruinenstadt Kuelap zu besuchen. Der Beginn unserer Perureise war allerdings direkt sehr unangenehm. Durch ein paar Trickdiebe, die uns anscheinend die ganze Zeit beobachtet haben, wurde uns direkt nach der Ankunft in Chiclayo am Busbahnhof ein Rucksack gestohlen mit einigen wichtigen Dingen darin, u.a. einer guten Kamera. Und natürlich den Fotos auf der Speicherkarte. Dafür haben wir zum Glück ein Backup, aber ärgerlich ist es allemal. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einer Polizeistation in der Stadt, wo es sage und schreibe 6 Stunden gedauert hat, um einen zweiseitigen Bericht zu erstellen, in dem die gestohlenen Sachen aufgelistet sind.. (Sprachbarrieren, sowas noch nie vorher gemacht, 2-Finger-Suchsystem beim Tippen usw.). Aber um etwas für die Versicherung in der Hand zu haben mussten wir da durch. Immerhin hat man uns dann noch im Polizeiauto zum Busbahnhof gefahren, von wo es noch am Abend weiter ging nach Chachapoyas.
1. Einer der Diebe auf der Überwachungskamera, 2. auf der Polizeiwache
Endlich im Bus! Und zum Glück ein bequemer.
Von dem ersten Schock mussten wir uns erstmal erholen. Der Bus nach Chachapoyas war glücklicherweise recht bequem, so dass wir ein paar Stunden schlafen konnten. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns dann direkt auf den Weg zu einem Ausflug nach Kuelap, einer Ruinenstadt aus der Prä-Inka-Zeit. Die wird in einigen Medien als das Machu Picchu des Nordens angepriesen, allerdings findet man dort bei weitem noch nicht so viele Touristen. Was ja nicht schlimm ist. Nach einer Busfahrt über ca. 2 Stunden ging es weiter mit einer Seilbahn (die erste des Landes, gebaut um viele Touristen nach oben zu schaffen) bis auf ca. 3000 Meter. Die letzten 2km bis zum Eingang mussten wir laufen.
In Kuelap lebten die Chachapoya, bis sie irgendwann von den Inka unterworfen wurden. Die Stadt ist terrassenförmig angelegt und hat eine sehr imposante Mauer, die stellenweise bis zu 20 Meter hoch ist. Die Häuser der Chachapoya sind allesamt rund, dazwischen finden sich ein paar wenige viereckige Häuser, die später von den Inka erbaut wurden. Die umgebenden Berge sind wunderschön, und es ist beeindruckend zu sehen, was die Menschen vor langer Zeit in dieser Höhe erbaut haben.
Die Stadtmauer
Am nächsten Tag sind wir weiter gereist, weiter in die Anden nach Huaraz. Der Weg dahin war allerdings ziemlich anstrengend, insgesamt haben wir 23 Stunden in 3 verschiedenen Bussen verbracht. Vor allem der letzte, mit dem wir immerhin noch 5 Stunden durch die Berge gefahren sind, war sehr abenteuerlich..
Hoffentlich reicht das Profil noch für die nächsten 5 Stunden
Vorfreude auf die Busfahrt
Wegen der wunderschönen Natur mit den bis über 6000 Meter hohen, schneebedeckten Bergen der Cordillera blanca hat sich Huaraz einen Namen als Paradies für Wanderer gemacht. An jeder Ecke gibt es Outdoor-Geschäfte und es werden zahlreiche Touren in die Umgebung angeboten. Aber erstmal gab es wieder ein Familientreffen mit Jörg, der ein paar Tage bei der Familie seines Patenkindes in Huaraz verbracht hat. Als hätten wir das geplant! Mit allen zusammen, Efrain, Violetta und den beiden Kindern James und Ricardo haben wir einen Ausflug zu einer alten Ruine und Wasserfällen gemacht. Für den Hinweg haben wir uns alle in ein Taxi gequetscht. Insgesamt 8 Personen (inkl. Fahrer), auf der Rückfahrt waren wir sogar 9, weil schon eine Frau mit einem Sack voll Meerschweinchen im Taxi saß, als wir eingestiegen sind. Da muss dann halt auch mal der Kofferraum für die Fahrgäste reichen.
Hinfahrt: die beiden Kinder sind im Kofferraum. War zum Glück ein Kombi 😉
Der Ausflug hat Spaß gemacht, und schon dort fanden wir die Berge richtig schön! Da wussten wir noch nicht, dass es noch viel schöner werden kann.
Am Tag danach, dem 31.12.2019, hieß es erstmal richtig früh aufstehen. Wir hatten eine Wanderung zur Laguna 69 im Nationalpark Huascarán geplant, und dafür wurden wir um 4:30 Uhr am Hotel abgeholt. Die Fahrt in den Nationalpark dauerte schon über 3 Stunden und letztendlich starteten wir mit dem Hike gegen 9 Uhr. Und der hatte es in sich. Von 3900 Metern ging es rauf bis auf 4600 Meter. Vor allem das letzte Stück war steil und die Luft extrem dünn. Umso glücklicher waren wir, dass wir es geschafft haben, zwar teilweise nur im Schneckentempo aber geschafft ist geschafft! Und das Wetter an dem Tag war ein Traum und überhaupt waren das die schönsten Berge der Welt. Zumindest an dem Tag.
Nach einer anstrengenden Wanderung endlich angekommen
Am Abend waren wir wieder zurück in Huaraz und ziemlich kaputt. Aber ein bisschen Silvester wollten wir doch noch feiern und haben mit Pisco Sour auf das neue Jahr angestoßen.
Feliz año nuevo
Nach einem ruhigen Tag zur Reiseplanung ging es weiter nach Lima. Mal wieder ein bisschen Großstadt zur Abwechslung. Und mal wieder ein Familientreffen mit Jörg und Erika. Am Wochenende waren wir auch zu Erikas Geburtstagsparty etwas außerhalb von Lima eingeladen, ein schönes Event. Gefeiert wurde ein bisschen anders als wir es kennen, es ging schon am frühen Nachmittag los und war dafür auch schon um 22 Uhr vorbei.
Danach verbrachten wir noch ein paar Tage in Lima, auch um in Ruhe den weiteren Reiseverlauf zu planen. Ein bisschen Sightseeing war aber auch noch drin, u.a. Huaca Pucllana, eine alte heilige Stätte der Lima-Kultur, und die Katakomben von San Francisco.
Huaca Pucllana
Die Katakomben von San Francisco
German breakfast in Lima. Endlich mal wieder was richtiges zu essen!
Von Lima aus ging es, natürlich mit dem Bus, weiter nach Nazca, wo wir einen Rundflug über die Nazca-Linien geplant hatten. Die Stadt an sich lohnt sich wirklich nicht zu besuchen, aber der Rundflug über die Linien war schon etwas ganz besonderes. Riesige Scharrbilder, mitten in der Wüste, die man nur aus der Luft erkennen kann, und deren Bedeutung bis heute nicht geklärt ist.
Astronaut
Condor
Spinne
Affe
Kolibri
Lange haben wir uns in Nazca nicht aufgehalten, weil wie gesagt, kein schöner Ort. Am Abend sind wir mit dem Nachtbus weitergereist nach Cuzco. Diese Busfahrt war die schlimmste in Peru: unbequeme Sitze, laute Mitfahrer, die ab 5 Uhr morgens den Bus unterhalten haben, extrem laute Musik oder Horrorfilme, die man nicht abschalten konnte. Dafür war Cuzco die schönste Stadt in Peru, die wir gesehen haben. Mit einem schönen Platz im Zentrum, umgeben von Bergen.
Cuzco
Wie wohl für die meisten Touristen dort war Cuzco auch für uns der Ausgangspunkt für Machu Picchu. Aber zunächst haben wir uns ein paar der zahlreichen Inka-Ruinen in der Umgebung von Cuzco angeschaut.
Dann ging es los Richtung Machu Picchu. DAS Touristenziel in Peru! Und genau das spürt man jeden Moment. Die Anreise ist teuer und wenn man nicht sehr lange laufen will, muss man einen Zug nach Aguas Calientes (das Dorf unterhalb von Machu Picchu) nehmen. Der Ort wurde auch schon umbenannt in Pueblo Machu Picchu und besteht nur aus Hotels und Restaurants, die alle darauf aus sind schnell Geld mit den vielen Touristen zu verdienen, die sowieso nur ein Mal hierher kommen.
Der Touri-Zug
Aus dem Dorf wird man mit einem Bus nach Machu Picchu hoch gefahren, das kostet natürlich nochmal Ordentlich extra. Die Tickets für MaPi hatten wir schon vorher im Internet gekauft, inkl. dem Aufstieg zum Berg Huayna Picchu, auf den täglich nur 400 Leute in 2 Gruppen gelassen werden. Wir waren in der ersten Gruppe und mussten zwischen 7 und 8 Uhr morgens auf den Berg klettern. Das war insofern super, weil wir sehr früh auf dem Gelände waren und es da tatsächlich noch nicht so voll war. Man konnte sogar Fotos machen, ohne andere Leute mit auf dem Bild zu haben!
Waiting for the bus Machu Picchu mit dem Berg Huayna Picchu
Dann ging es rauf auf den Berg, bei bestem Wetter mit Sonnenschein. Der Aufstieg war ziemlich anstrengend, sehr steil und schmal. Aber am Ende wurde man mit einem tollen Ausblick über die Berge und über Machu Picchu belohnt.
Nach dem Abstieg konnten wir uns nochmal in Ruhe die Ruinen von nahem anschauen, allerdings war es da auch deutlich voller als am Vormittag.
Der Sonnentempel
Machu Picchu ist tatsächlich sehr beeindruckend, und trotz aller Umstände (teuer, vieles schlecht organisiert, voll, voll, voll..) einen Besuch wert. Wir sind am gleichen Tag wieder abgereist und waren am Abend zurück in Cuzco. Dort verbrachten wir noch 2 Nächte und dann ging es weiter.
Die letzte Station in Peru hieß Titicacasee. Mit dem Bus ging es in einer Tagesreise (mit ein paar kurzen Stopps) von Cuzco nach Puno. Am Abend dort angekommen wurde erstmal auf Miris Geburtstag angestoßen!
Happy Birthday
Etwa 7km vor Puno liegen die schwimmenden Schilfinseln (Islas flotantes) im Titicacasee. Auf diesen Inseln leben ca 2000 Menschen, einige der Inseln kann man besuchen, andere nicht. Einige der Menschen dort leben mittlerweile vom Tourismus und verkaufen selbstgemachte Souvenirs an Touristen, außerdem zahlt man einen kleinen Obolus Eintritt. Alle 2 Wochen werden die Inseln „gewartet“, indem von oben Schilf nachgefüllt wird. Ein einfaches Leben, kaum vorstellbar für uns..
Alles wird aus Schilf hergestellt
Ein Einheimischer erklärte uns, wie man auf den Inseln lebt
Das war Peru! Immerhin 3 Wochen haben wir hier verbracht, so lange war gar nicht geplant. Von Puno sind wir mit dem Bus weiter nach Copacabana gereist. Nicht das in Brasilien, sondern auch am Titicacasee, in Bolivien. Von dort geht die Reise weiter.
Von Quito aus ging es weiter mit dem Bus durch die Anden. Unser nächstes Ziel war Guamote, ein kleiner Ort in den Anden, der fast ausschließlich von Indios bewohnt wird, und in dem es an jedem Donnerstag einen riesigen Markt gibt, zu dem alle Bauern aus der Umgebung anreisen. Der Besuch des Marktes war ein Tipp der 2 Schweizerinnen, die mit uns auf dem Boot in Galapagos waren.
Am Mittwoch Abend sind wir schon ein bisschen durch den Ort gelaufen und haben gemerkt, dass es dort tatsächlich nicht viele Touristen gibt. Man wird von den Leuten angeschaut und angesprochen, alle waren freundlich und sehr neugierig (wo kommt ihr her, wo wollt ihr hin, seid ihr verheiratet, habt ihr Kinder, wie lange wohnt ihr schon zusammen, was habt ihr studiert…).
Am nächsten Tag ging es dann zum Markt, und der ist wirklich riesig. An verschiedenen Stellen im Ort werden Grosstiere, Kleintiere, Obst, Gemüse und etliche andere Sachen verkauft. Es war richtig voll, und den ganzen Tag über haben wir vielleicht 10 andere Touristen gesehen.
Kühe, Schafe, Lamas, Schweine, Pferde und Esel wurden bei den Grosstieren verkauft
Nicht alle wechselten freiwillig den Besitzer
Bei den Kleintieren gab es unter anderem Meerschweinchen ..
..und Hühner
Ganz schön klein, die Indios
Wir haben neue Früchte entdeckt, u.a. eine Guama (war lecker!)
Auch Fleischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Das Meerschweinchen haben wir auch probiert, sind danach aber zu dem Schluss gekommen, dass die zu niedlich sind um sie zu essen. Außerdem ist wirklich nicht viel dran. Geschmeckt hat es trotzdem.
Ein toller, bunter Markt, absolut eine Reise wert! Am späten Nachmittag hatten wir genug gesehen und sind zu unserer nächsten Station aufgebrochen, nach Alausi. Dort gab es ein paar mehr Touristen, wenn auch immer noch nicht viele. Und alle wollten das selbe in diesem Ort, nämlich mit dem Zug über die Teufelsnase (Nariz del Diablo) fahren, wohl eine der spektakulärsten Zugstrecken der Welt. Das konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen!
Alausi, ein Städtchen in den Anden
Am nächsten Tag ging es los mit dem Zug, wirklich eine schöne Fahrt. Nach 1 Stunde hin, 45 min Aufenthalt und 1 Stunde zurück war es schon vorbei.
Am nächsten Tag sind wir wieder in den Bus gestiegen, das letzte Ziel in Ecuador hieß Cuenca. Eine schöne alte kolonialstadt, in der wir auch Weihnachten (zumindest teilweise) verbracht haben.
Nach den anstrengenden Tagen in den Bergen haben wir uns dort erstmal einen Wellness Tag in einem Spa gegönnt. Die Anwendungen waren teilweise aber etwas gewöhnungsbedürftig 😉
Erst brauner Schlamm, dann Schwitzkasten
Dann gab es auch noch einen Ausflug in die Berge, in den Nationalpark Cajas. Die Berge waren toll, das Wetter leider nicht. Es regnete immer wieder, so dass wir nur eine kurze Wanderung gemacht haben. Außerdem war die Luft auf knapp 4000 Metern ganz schön dünn.
Und dann war auch schon Weihnachten! An Heiligabend gab es einen riesigen Umzug durch die Stadt, ein bisschen fühlten wir uns wie beim Rosenmontagszug in Köln. Am Abend haben wir brav die Messe in der Kathedrale besucht, auch das war fast wie zu hause.
Feliz navidad
Am Abend des 25.12. haben wir mit dem Nachtbus Ecuador verlassen und uns auf den Weg nach Peru gemacht.
Die Details unserer Galapagos-Reise haben wir recht kurzfristig festgelegt und gebucht. Nachdem wir uns entschieden hatten, eine Kreuzfahrt zu machen, mussten wir noch ein Boot aussuchen. Nach viel Recherche und Preisvergleichen haben wir uns für einen Segelkatamaran entschieden, auf dem max. 16 Passagiere Platz haben. Gebucht haben wir das Ganze erst eine Woche bevor es losging, damit konnten wir einiges an Geld sparen. Überraschenderweise waren die meisten Boote, die wir uns angeschaut hatten, nur zur Hälfte ausgelastet, weshalb man noch günstige Last Minute Angebote bekommen konnte.
Der Flieger von Quito ging schon am frühen Morgen, so dass wir gegen Mittag auf der Insel Santa Cruz ankamen. Am Flughafen wurden wir bereits von unserem Guide empfangen, und auch unsere Mitreisenden für die kommende Woche haben wir dort getroffen. Vom Flughafen ging es mit dem Bus zum Hafen und dann direkt aufs Boot.
Unser Boot, die Nemo III
Nachdem wir die Sachen ausgepackt hatten gab es erst einmal eine Einführung in das Boot und eine Sicherheitsübung. Danach gab es das erste Mittagessen an Bord mit unserer kleinen netten Runde an Gästen. In den ersten 3 Tagen waren wir insgesamt nur 7 Passagiere, außer uns beiden noch 2 Australier, die mit ihrer Enkeltochter unterwegs waren, und 2 Kanadier.
Nach dem Essen gab es dann direkt den ersten Landausflug auf der Insel Santa Cruz. Die Inseln darf man nur zusammen mit einem zertifizierten Guide des Nationalparks betreten und die Zeit dort ist begrenzt auf 1-2 Stunden, um die Tiere nicht zu sehr zu stören.
Die ersten Galapagos-Krabben
Nach dem Abendessen legte das Boot ab und navigierte uns über Nacht zur nächsten Insel, Genovesa. Die Fahrt war turbulent und nicht jeder konnte das Abendessen bei sich behalten..
Die Tage auf dem Boot waren voll durchgetaktet und liefen immer nach dem gleichen Schema: Frühstück um 7 Uhr, um 8 Uhr erster Landausflug, danach back on Board, kleiner Snack, dann schnorcheln (vom Strand oder vom Boot aus), 12 Uhr Mittagessen, ca. 14 Uhr 2. Landausflug, ca. 16 Uhr back on Board, kleiner Snack, ca. 16.30 Schnorcheln, dann wieder back on Board, 18.30 Briefing für den nächsten Tag, 19 Uhr Abendessen. Puh, ganz schön stressig, und so lief jeder Tag ab. Nach dem Abendessen waren in der Regel alle so fertig, dass es kurz danach schon ins Bett ging. Nachts wurde häufig navigiert, damit wir am nächsten morgen direkt zum Ausflug starten konnten. Schlafen ging dann am besten unter Medikamenteneinfluss, da der Wellengang meist kräftig war.
Aber die Ausflüge und das Schnorcheln waren so toll, dass die Nächte schnell vergessen waren. Jeden Tag unbeschreibliche Natur und Tiere, die man nur auf diesen Inseln finden kann. Manchmal fühlte man sich tatsächlich wie in einer anderen Welt, in der einfach keine Menschen existieren.
Tag 2: Insel Genovesa
Rotfuss-Tölpel
Fregatt-Vogel
Galapagos Fur-Seal
Mit dem Zodiac ging es vom Schiff auf die Inseln
.. oder zum schnorcheln
Rotfuss-Tölpel gibt es nur auf Galapagos
Tag 3: Insel Santiago und Insel Santa Cruz
Lavaformationen auf Santiago
Ein Lavakaktus
Watch your step!
Schöne Steine!Faszinierende Meerechsen auf der Insel Santa Cruz
Tag 4: Insel Santa Cruz
Riesige Landschildkröten
Die faulen Echsen liegen tagsüber auf allen Wegen
Auf Santa Cruz konnten wir die riesigen Schildkröten in den Bergen sehen, und haben die Darwin Station, eine Aufzuchtstation für Schildkröten, besucht.
Mittags kamen noch 3 zusätzliche Gäste an Bord unseres Schiffes, 2 Schweizerinnen und eine Malayin aus London, so dass wir ab dann insgesamt 10 Personen an Bord waren.
Tag 5: Insel Isabela
Noch mehr Lava. Und Vulkane.
Beim dritten Versuch endlich Flamingos Die Kormorane auf Galapagos haben das fliegen verlernt, weil sie dort keine natürlichen Feinde haben. Statt haben sie das tauchen perfektioniert.
Falke und Echsen
Schildkröte und Iguana
Noch mehr Iguanas
Auf zum Schnorcheln
Tag 6: Insel Fernandina und Isabela
Die Delfine haben uns längere Zeit begleitet. Bzw. unser Boot hat sie verfolgt
Tag 7: letzter Tag, Insel Santiago
Ein Blaufuss-Tölpel
Der letzte Abend an Deck, mit einem schönen Sonnenuntergang
Das war der letzte Tag einer wunderbaren Rundreise, auf der die Natur und die Tiere im Mittelpunkt standen und wir viel gelernt haben. Auch, dass man immer genug Vomex (für alle nicht-Mediziner, gegen Reise- und vor allem Seekrankheit) mit auf ein Boot nehmen muss! Auch das Boot war toll, die Crew war super, das essen lecker und die anderen Gäste total sympathisch. Wir würden es jederzeit wieder tun.
An Tag 8 ging es nur noch zurück in den Hafen und für alle anderen außer uns auch direkt zum Flughafen. Wir haben uns noch für 2 Nächte in Puerto Ayora auf Santa Cruz einquartiert, um die Erlebnisse der letzten Woche ein bisschen sacken zu lassen, bevor es auch für uns wieder zurück nach Quito ging.
Alle wollen den Fisch, aber die Fregattvögel sind am dreistesten..
In Quito haben wir noch eine Nacht verbracht, dann weiter mit dem Bus in die Anden zum nächsten Abenteuer!
Mit dem Bus ging es weiter durch Kolumbien, und zwar von Medellín nach Salento, einem kleinen Ort in den Bergen in der Zona Cafetera. Die Busfahrt war wieder lang und wir waren froh am Abend in Salento anzukommen. Unser Hostel lag direkt am Marktplatz im Zentrum des Ortes, bestens um das Örtchen zu erkunden.
Am nächsten morgen haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht zu einer Kaffeeplantage in der Nähe. Auf der Finca El Ocaso haben wir eine Führung mitgemacht und einiges über Kaffee gelernt. Zum Beispiel, dass der gesamte First Class Coffee aus Kolumbien exportiert wird, und die Kolumbianer selbst nur Second class Coffee trinken.. Und dass nur Kaffeesorten angepflanzt werden, deren Büsche nicht zu hoch wachsen, weil die kleinen Kolumbianer sonst nicht vernünftig pflücken können.
Die Kaffee-Ernte ist, wie beim Wein, reine Handarbeit. Und wie das geht durften wir dann auch selbst ausprobieren. Nur die roten und die gelben Kirschen durften ins Körbchen.
Damit werden die Bohnen aus den Kaffee-Kirschen gepresst. Die heute verwendete Maschine ist viel größer, funktioniert aber genauso.
Das Trocknen der Bohnen wird überwacht von einem schlauen Professor
Verschiedene Röstungen
Probieren durften wir auch!
Neben Kaffee ist Salentos Umgebung auch bekannt für Wachspalmen, die höchsten Palmen der Welt mit einer Höhe von bis zu 50 Metern. Und nebenbei der Nationalbaum Kolumbiens. Die größten dieser Palmen wachsen im Valle del Cocora, ca. eine halbe Stunde mit dem Auto (bzw. Jeep) von Salento entfernt.
Nach einer kurzen Wanderung durch den Urwald ging es auf dem Jeep wieder zurück nach Salento.
Am Abend wurden dort feierlich mit einem kleinen Fest und einem Feuerwerk erstmals die Lichter der Weihnachtsdekoration erleuchtet. Witzig, was es alles gibt auf der Welt.
Weihnachtsdekoration auf Kolumbianisch
Ein schöner Abschluss für Salento. Am nächsten Tag ging es weiter, erstmal mit dem Bus nach Pereira, einer größeren Stadt in der Nähe, und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Quito, Ecuador. Der Flug von Perreira hatte 2 Stunden Verspätung, weshalb wir unseren Anschluss in Bogota verpasst haben und erst am sehr späten Abend in Quito angekommen sind.
Quito liegt auf einer Höhe von 2.850m und ist die höchste Hauptstadt der Welt. Das merkt man schon bei geringerer Belastung, und blöderweise ist die Stadt auch noch ganz schön hügelig. In 2 Tagen dort haben wir die Altstadt erkundet und sind mit der Gondel bis auf 4000m Höhe auf den Cruz Loma gefahren. Von dort aus kann man auf den Hausvulkan der Stadt, den Pichincha, bis auf ca. 4700m laufen. Wegen des schlechten Wetters an dem Tag und der dünnen Luft da oben haben wir aber darauf verzichtet.
TeleferiQo Quito
Der Ausblick: Wunsch..
.. und Realität
Wieder unten angekommen gab es noch ein bisschen Kunst, in der Fundación Guayasamin. Neben einem Museum, der Capilla del Hombre, kann man auch das Haus und Atelier des berühmten ecuadorianischen Künstlers Oswaldo Guayasamin besichtigen. Sehr beeindruckend, und sehr peinlich, dass wir diesen Künstler vorher noch nicht kannten..
Das war erstmal der letzte Tag in Quito. Wir kommen wieder, aber erstmal ging es weiter auf die Galapagos Inseln. Ein Highlight, auf das wir uns beide sehr gefreut haben! Und wir wurden nicht enttäuscht.
Vor 3 Wochen haben wir uns aus Kalifornien verabschiedet und sind weiter Richtung Süden gereist. Dem Sommer hinterher. Nach den ganzen staubigen Nationalparks und der vielen Fahrerei wollten wir uns ein paar Tage Strandurlaub gönnen, und das nicht irgendwo, sondern in der Karibik. Genauer gesagt auf Aruba. Und es war traumhaft! Aruba ist natürlich kein Geheimtipp und eher ein Ziel für Pauschaltouristen und Kreuzfahrtschiffe, aber die tollen Strände und das türkisblaue Wasser haben uns entschädigt und wir hatten ein paar entspannte Tage auf der Insel.
Aruba ist klein und es gibt nicht sooo viel zu tun, darum haben wir uns die meiste Zeit am Strand aufgehalten. Einen Mietwagen hatten wir zwar auch für einen Tag, allerdings war die Insel damit schnell umrundet und am Ende lagen wir wieder am Strand 🙂
Eagle beach Aruba – einfach schöööön
Nach 4 Tagen war erstmal Schluss mit dem faulen Inselleben.. Das nächste Ziel hieß Kolumbien. Über Bogota ging es nach Cartagena und dort ging es weiter mit dem Karibik-Feeling. Cartagena als ehemalige Kolonialstadt hat ein schönes altes Stadtzentrum, das von einer Stadtmauer umgeben ist. Und dort ist jeden Tag (und jede Nacht) ordentlich was los.
Café Del Mar auf der Stadtmauer in Cartagena – THE Place to be at sunset
Irgendwie konnten wir nicht genug bekommen von der Karibik. Und auch vor der kolumbianischen Küste gibt es ein paar schöne kleine Inselchen, auf denen man das gute Leben genießen kann. Wir haben uns für die Isla Mucura entschieden, ca. 80km von Cartagena entfernt und mit einem Schnellboot in 2 Stunden zu erreichen.
Ein Traum von Karibik! Da kann Aruba nicht mithalten! Eine tolle Anlage, traumhafter Strand und Cocktails an der Beach-Bar. Unsere Unterkunft war ein kleiner Strand-Bungalow mit dem Meer direkt vor der Tür, wunderschön! Also nochmal 3 Tage Strand, lesen, Schnorcheln und Stand-up-Paddling (zumindest der Versuch, die Wellen haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht).
3 Tage im Paradies, dann ging es zurück nach Cartagena. Dort hatten wir nochmal einen schönen Abend in der Stadt, haben ein paar Cocktails und das Treiben auf den Straßen genossen.
Am nächsten morgen ging es früh weiter mit dem Bus nach Medellín, dort hatten wir bereits im Vorfeld einen Sprachkurs gebraucht. Endlich mal wieder einen geregelten Tagesablauf haben und den Kopf ein bisschen anstrengen! Die Fahrt war lang, nach etwa 15 Stunden sind wir dann am späten Abend endlich angekommen.
Am Montag war dann der erste Schultag in die Sprachschule. Die Schule war super und wir haben beide viel gelernt. Die Gruppen waren klein und fast jeden Tag wurden noch Ausflüge oder andere Aktivitäten angeboten. Wir haben gekocht, Salsa getanzt und zwei Ausflüge ins Zentrum von Medellín mitgemacht, einmal ins Museum Antíoquia und einmal in die Comune 13.
Professional cooking
Comuna 13
Die Schulklasse
Da man uns natürlich überall sofort als „Gringos“, also Fremde, erkennt, und Medellín nicht als sicherste Stadt der Welt gilt (obwohl in den letzten Jahren schon deutlich sicherer geworden), hatte man uns davon abgeraten, allein durch das Stadtzentrum zu laufen. Also haben wir uns am Samstag noch einer geführten walking tour angeschlossen, auf der man auch noch einiges über die Geschichte Kolumbiens erfahren konnte.
In El poblado, das Viertel, in dem wir gewohnt haben und in dem auch die Schule war, musste man keine Angst haben. Auch von Unruhen war nichts zu spüren. Zwar gibt es täglich Demonstrationen, auch in El poblado, aber die waren hier durchweg friedlich. Unsicher haben wir uns eigentlich nie gefühlt.
Jetzt geht es weiter Richtung Ecuador. Auf dem Weg nach Süden machen wir noch einen kleinen Stopp in der Zona Cafetera, bevor es über Quito auf die Galapagos Inseln geht. Das nächste Highlight dieser tollen Reise!
Der letzte Teil unserer USA-Rundreise. Vom Arches NP ging es über Monument Valley weiter zum Lake Powell. Mit dem Wohnmobil durften wir leider nicht durchs Monument Valley fahren, darum gab es nur den Marlboro Country-Ausblick vom Besucherzentrum. Das war aber auch schön.
Fehlt nur das Pferd. Und die Zigarette..
Home ist where the Dom is. Or: all roads lead to Kölle.
Am Nachmittag sind wir am Lake Powell angekommen, auf einem tollen Campground mit Blick auf den See. Der Staudamm dort ist der zweitgrößte der USA. Am nächsten Tag ging es in den Antelope Canyon mit seinen beeindruckenden Felsformationen und zum Horseshoe Bend, einer hufeisenförmigen Schleife des Colorado River.
Der Antelope Canyon
Horseshoe Bend
Als nächstes standen der Zion NP und der Bryce Canyon auf dem Programm. Und wir bekamen Besuch von Tims Bruder Jörg und dessen Frau Erika, die mit uns das Wochenende im Wohnmobil verbringen wollten. Vom Zion NP aus ging es zusammen zum Bryce Canyon zum wandern.
Neuer Trend: Bäume schnüffeln
Nach 2 Nächten ist der Besuch wieder abgereist. Es war ein schönes Wochenende mit den beiden und für uns waren das auch die letzten beiden Nationalparks, die wir sehen wollten. Aber was wäre ein Besuch in Cowboy Country ohne wenigstens einmal durch die Prärie zu galoppieren?! Utha erschien perfekt dafür, also ab aufs Pferd (zumindest einer von uns).
Mein Mustang Allegro
Die letzten Tage mit unserem Wohnmobil wollten wir damit verbringen, entlang der Küste von San Diego bis nach San Francisco zu fahren. Auf dem Weg nach San Diego kamen wir nochmal am Joshua Tree NP vorbei, und weil es so schön war sind wir dort nochmal eine Nacht geblieben.
In San Diego angekommen konnten wir einen tollen Sonnenuntergang auf unserem Campingplatz direkt am Pazifik genießen.
Für die Stadt selbst hatten wir nur einen vollen Tag Zeit, gerade genug um einen kurzen Einblick zu bekommen und ein paar Highlights wie den Balboa Park und Old town zu besichtigen. Mit dem Wohnmobil zu reisen ist in Städten doch etwas nachteilig, da man damit nicht wirklich mobil ist und die Campingplätze meist etwas außerhalb liegen. Und das in einem Land, in dem man jeden Meter mit dem Auto fährt. Da hilft nur noch Uber..
Life is hard, Pt. 1
Am nächsten Tag ging es auf dem Highway 1 vorbei an tollen Stränden bis nach Santa Barbara. L.A. haben wir dabei ausgelassen. Das schöne an Kalifornien ist ja, dass immer die Sonne scheint, und das kann man auf so einer Fahrt entlang der Küste Richtig genießen. In Santa Barbara lag der Campground zum Glück recht zentral, so dass wir zu Fuß in die Stadt gehen konnten. Auf einer morgendlichen Joggingrunde entlang der Promenade kam kurz der Gedanke auszuwandern, und das schäbige Novemberwetter in Köln für immer hinter sich zu lassen. Aber nur ganz kurz, denn zu Hause ist es ja auch schön.
Auf dem weiteren Weg entlang der Küste Richtung San Francisco halten wir immer wieder an und genießen die wunderschöne Natur. Wir picknicken am Pazifik, laufen Strände rauf und runter und beobachten die See-Elefanten bei San Simeon.
Life is hard, Pt. 2
Weitere Highlights unterwegs: Kajak fahren in Morro Bay und der obligatorische Besuch im Monterey Bay Aquarium.
Und dann war es soweit: die letzte Nacht im Wohnmobil.. die verbrachten wir in Santa Cruz, noch einmal auf einem tollen Campingplatz direkt am Strand. Ein letztes Mal Feuer machen, das letzte Holz verbrennen und am nächsten morgen nochmal am Strand in der Sonne frühstücken. Und die letzten Wochen Revue passieren lassen. Was für ein toller Trip, daran werden wir sicher noch lange zurückdenken.
Die letzte Fahrt im WoMo ging nach Walnut Creek bei San Francisco, wo wir uns bis jetzt bei Jörg und Erika eingenistet haben. Schön mal wieder ein bisschen „normales“ Leben zu haben, eine kleine Auszeit vom Reisen. Man glaubt es kaum, auch das kann anstrengend sein. Unendlich viele Dinge sind zu planen, unendlich viele Eindrücke zu verarbeiten. Aber wir wollen uns nicht beklagen, es könnte schlimmer sein.
Nach San Francisco mussten wir natürlich trotzdem noch, Cable Car fahren, mit dem Fahrrad durch die Stadt radeln, einmal über die Golden Gate Bridge, Pizza essen in Little Italy und Fisch in Sausalito.
In den letzten 2 Monaten sind wir einmal quer durch die USA gereist, mit dem Auto und dem Wohnmobil, von der Ostküste bis an die Westküste. Wir sind ca. 7000 Meilen gefahren, haben tolle Städte und wunderschöne Landschaften gesehen. Die letzten Stunden hier verbringen wir mit Jörg und Erika in Walnut Creek und fühlen uns schon fast wie zu Hause. Aber langsam wird es auch in Kalifornien zu kalt und wir ziehen weiter in den Sommer. Morgen geht es in den Flieger nach Aruba und nach ein paar Tagen Karibik weiter nach Cartagena / Kolumbien. Dann beginnt die Südamerika-Etappe.